Was bedeutet Kommunikationsfähigkeit?

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Die Kommunikationsfähigkeit kann als eine der wichtigsten sozialen Kompetenzen bezeichnet werden, auch im Berufsleben, denn Kommunikation ist die Basis für eine gelungene Interaktion im Team oder mit Kunden.
Um im Berufsleben bestehen zu können, ist es notwendig, erkennen zu können, was sein Gegenüber möchte, um darauf verständlich reagieren zu können. Das ist es im Grunde, was mit der Kompetenz „Kommunikationsfähigkeit“ gemeint ist: die Fähigkeit, nutzbringend, effektiv und bewusst zu kommunizieren. Dazu gehört auch die Bereitschaft, gut kommunizieren zu wollen, und zwar nicht nur, indem man sich selbst verständlich mitteilt, sondern auch, indem man zuhört und das Gehörte annimmt.

Der erste Schritt ist die Erkenntnis, dass man empfängerorientiert handeln muss: Die Interaktion soll auf die oder den Gegenüber gerichtet sein und sich seinen Bedürfnissen anpassen, was ein Mindestmaß an Empathie erfordert. Des Weiteren ist eine gewisse Offenheit vonnöten: Man muss auch mal zugeben können, dass man einen Fehler gemacht hat. Um den heißen Brei herumzureden, weil man seinen Fauxpas nicht eingestehen möchte, ist nicht hilfreich für die Kommunikation. Auch die Bereitschaft, nach Hilfe zu fragen ist ein wichtiger Aspekt, wenn es um Kommunikationsfähigkeit und Offenheit geht. Konstruktive Kritik sollte dabei auch angenommen werden können.

Kommunikation muss zur Gesprächssituation passen

Natürlich ist die Art und Weise der Kommunikation situationsabhängig: In einem Teammeeting wird anders kommuniziert als in einem Kundengespräch, mit einem Vorgesetzten anders als mit einem Kollegen. So gelten auch in jeder Interaktion andere Regeln, die beherrscht werden müssen. Für das Miteinander zwischen Kollegen ist es meist wichtig, dass ein regelmäßiger, vertrauensvoller Informationsaustausch stattfindet, der in vielen Unternehmen auch einen persönlicheren Touch haben darf. Hauptaugenmerk liegt jedoch auf der präzisen und unmissverständlichen Weitergabe von Informationen.

Die Kommunikationsart wird meist unbewusst ausgewählt: Jede Person hat im Laufe seines Lebens bestimmte soziale Hierarchien erlernt, auf die er die passende Kommunikationsweise abstimmen kann. Automatisch wird die gesamte Beziehungsebene innerhalb der Gesprächsführung bedacht. Grade deshalb erscheint es so peinlich, wenn Mitmenschen sich im Beisein anderer „im Ton vergreifen“. Generell kann man sagen: Je mehr Regeln verinnerlicht sind, desto leichter fällt es in jeder einzelnen Situation, den eigenen Standpunkt deutlich, adäquat und konfliktfrei zu vermitteln.

Rhetorikkurse können helfen

Möchte man seine Kommunikationsfähigkeit verbessern, ist es hilfreich, beispielsweise in Rhetorikkursen die Gesprächsführung zu optimieren. Hier werden auch nonverbale Signale eingeübt, denn nicht nur mit dem, was gesagt wird, kommuniziert man, sondern auch durch Gesten, Mimik, Körpersprache und Ähnlichem. Ebenso trainiert werden kann aktives Zuhören.

Bürokommunikation – etwas für die Bürokauffrau bzw. den Bürokaufmann

Kommunikationsfähigkeit wird in fast allen Berufen großgeschrieben, in einigen sind Sie jedoch von essenzieller Bedeutung. Im Berufsbild der Bürokauffrau beispielsweise stellt die „Kommunikation und Kooperation im Büro und Bürokoordination“ einen gesonderten Ausbildungsbereich dar. Zwar fällt darunter auch die Kommunikationstechnik, sprich Telefon oder E-Mail, gerade im Bereich „kaufmännische Steuerung und Kontrolle“, im Personalwesen oder betrieblichen Organisation ist kommunikatives Geschick unerlässlich. Gleiches trifft insbesondere auf Bürokrauffrauen bzw. -männer zu, die in Presse- oder der Öffentlichkeitsarbeit tätig sind. Hier kommt es oft auf jede Nuance der Formulierung an, um keine ungewollten Mißverständnisse zu provozieren.