Hart mit weichem Kern: Die Wichtigkeit von Soft- und Hard-Skills

Die Frage nach den Stärken und Schwächen eines Bewerbers gehört zu fast jedem Bewerbungsgespräch dazu. Bewerber sollten sich bereits im Vorfeld des Bewerbungsgesprächs auf mögliche Antworten vorbereiten.
Die positiven Eigenschaften und Fähigkeiten werden oft als Soft Skills bezeichnet, die häufig als Auswahlkriterium in der Berufswelt eingesetzt werden. Dennoch sind Soft Skills viel mehr als nur das – neben den sogenannten Hard Skills sind sie von großer Bedeutung.

Hard Skills

Hard Skills sind zu übersetzen mit ‚harten Fähigkeiten‘. Zu diesen zählt die gesamte berufliche Qualifikation eines Menschen, die sich durch Schulbildung, Ausbildung, Studium oder Weiterbildungen entwickeln. Dementsprechend gehören auch Fähigkeiten wie Fremdsprachenkompetenz und IT-Kenntnisse zu den Hard Skills. Diese sind – im Gegensatz zu den Soft Skills – in der Regel beispielsweise durch Leistungstests messbar.

In der Berufswelt sind die Hard Skills nicht die einzige Komponente, denn sie machen nur zu etwa 50 Prozent den Erfolg aus. Erst im Zusammenhang mit den Soft Skills, die ergänzend funktionieren, entsteht ein genaues Bild eines Bewerbers.

Soft Skills

Schulnoten sind oft nicht aussagekräftig genug, um sich für einen Bewerber zu entscheiden. Zudem gleichen sie sich mit denen anderer Bewerber. Fehlen aussagekräftige Hard-Skills wie Ausbildung oder Studium, sind Soft Skills von besonderer Bedeutung. Unter Soft Skills werden die „weichen Fähigkeiten“ verstanden, bei denen es sich um Befähigungen handelt, die unabhängig von der beruflichen Qualifikation vorhanden sind, entweder durch persönliche Begabung oder durch Aneignung. Da es sich bei Soft Skills um ein großes Feld handelt, muss zusätzlich noch beurteilt werden, in welchen Lebenslagen welche Fähigkeiten von Bedeutung sind.

Nicht alle Soft Skills sind für das Berufsleben von Bedeutung, wo vor allem soziale und personale Fähigkeiten wie Kommunikations- und Teamfähigkeit gefragt. Dabei sollte auch beachtet werden, dass zwischen vielen Fähigkeiten eine Wechselwirkung besteht und sie voneinander abhängig sind und sich ergänzen. Soft Skills sind nicht messbar und müssen daher subjektiv betrachtet werden.

Alle Skills sind erlernbar

Soft Skills sind fast ebenso erlernbar wie Hard Skills, aber der Prozess ist schwieriger. Schließlich handelt es sich beim Lernen nicht um reine Fakten und Wissen. Soft Skills dienen insbesondere solchen Menschen, die sich mit schlechteren Noten bewerben wollen. So werden bei der Ausbildung zum Bankkaufmann zwar Abiturienten favorisiert, aber ein fehlender Gymnasialabschluss oder schlechte Noten in den relevanten Fächern wie Mathematik und Deutsch können vereinzelt durch Soft Skills im Gespräch oder bereits in der Bewerbung ausgeglichen werden. Um sich Soft Skills anzueignen, bedarf es viel Arbeit, denn es müssen zum Teil Persönlichkeitsstrukturen verändert werden. Die neuen oder angestrebten Skills sollten so oft wie möglich und in jeder Situation, sei sie privat oder beruflich, angewandt und so eingeübt werden. Außerdem kann man sich professionelle Hilfe in Form einen Beraters, etwa für Rhetorik, suchen.