Eine der vielen Kompetenzen, die im Beruf oft gebraucht werden, ist Flexibilität. Flexibilität bedeutet zunächst nichts weiter als Anpassungsfähigkeit. Man ist flexibel, wenn man sich schnell und problemlos auf geänderte Anforderungen und Gegebenheiten einstellen kann. Auf den Beruf bezogen heißt das, dass Bindungs- und Verhaltensstruktur eher lockeren Charakter haben und Raum für mögliche Handlungsalternativen in einer Entscheidungssituation bieten. Dies setzt eine Person voraus, die einem Wandel aufgeschlossen gegenübersteht, fähig zur schnellen Umstellung und bereit für Veränderungen ist.

Im Job ist Flexibilität gefragt
Flexibilität – eine Kompetenz, die jeder mitbringt?
So passend Flexibilität auch für die heutige schnelllebige Berufswelt – rasche technische Entwicklungen, konstante Veränderungen von Märkten und Ähnliches – auch ist: Ganz unproblematisch wird die Forderung nach dieser Fähigkeit von Kritikern nicht gesehen. Wurde früher noch auf langfristige Werte gesetzt – Loyalität, Identifikation mit Arbeitgeber und Produkt, Beharrlichkeit und Selbstdisziplin, Stabilität usw. – wird von den Arbeitnehmern nun verlangt, diese Werte auch unter sich ständig wechselnden Bedingungen an den Tag zu legen. So mancher Arbeitnehmer bleibt auf der Strecke, da er sich mit der Kurzlebigkeit und der Wechselhaftigkeit nicht anfreunden kann. Auch die Fähigkeit, sich stetig neues Wissen anzueignen, kann den einen oder anderen überfordern. Gefragt ist häufig eine möglichst breite Einsetzbarkeit und eben nicht die Beschränkung auf ein Spezialgebiet. Nicht jeder ist in der Lage, diese geistige Anpassungsfähigkeit zu leisten. Wer aber genug Anpassungsfähigkeit mitbringt, nicht ortsgebunden ist und an lebenslangem Lernen Spaß hat, der wird die geforderten Kriterien der Flexibilität spielend umsetzen können.