Der Chef hat dich und deine Kollegen zum Geschäftsessen eingeladen? Du sollst einen Geschäftspartner in ein gutes Restaurant ausführen, um den Vertrag zu feiern? Selbst, wenn es nicht das erste Essen mit dem Geschäftspartner ist, Fehler können immer passieren und man sollte sich besser zu benehmen wissen.
Ein Geschäftsessen ist in jeder Hinsicht positiv: Kontakte zu Kunden können vertieft, das Team an sich gestärkt und Geschäftsabschlüsse gefeiert werden. Doch was passiert, wenn der Jackettärmel vom Kunden plötzlich in Rotwein schwimmt, und für welches Gericht sollte man sich am besten entscheiden?
„Hallo, ich bin der Herr….“
Treffen unbekannte Personen bei einem Geschäftsessen aufeinander, ist es klar, dass man als Gastgeber einander vorstellt. Dabei sollte die richtige Reihenfolge beachtet werden. Der Ranghöhere, also zum Beispiel der Abteilungsleiter vor dem Angestellten, erfährt zuerst, wer sein Gegenüber ist, Gäste und Kunden gelten hier prinzipiell als ranghöher. Ausländische Geschäftspartner sollten darüber hianus immer dem gesamten Team vorgestellt werden. Damit jeder weiß wen genau er vor sich hat, ist es sinnvoll, neben dem Namen auch die Aufgaben zu benennen.
Wer die Wahl hat, hat die Qual
Beim Essen solltest du grundsätzlich nur Dinge bestellen, die du auch kennst, schließlich wirkt es nicht sehr professionell, wenn die Hummerschere quer über den Tisch segelt. Der Gastgeber macht häufig Vorschläge, die auch dazu dienen, sich preislich zu orientieren. Noch ein wichtiger Tipp: Es kommt nicht gut an, einen Gang mehr als die anderen zu bestellen, also immer schön darauf achten, was der Rest bestellt. Beim kurzen Lunch gilt: Nur ein Hauptgang.
Die Smartphone-Falle
Handy oder Smartphone sollten grundsätzlich nicht auf dem Tisch liegen. Beim Geschäftsessen geht es darum, sich mit dem Kunden oder den Kollegen respektive dem Chef zu beschäftigen und nicht mit etwas anderem. Ganz fatal ist es, sich im Gespräch kurz sein Smartphone zu schnappen und über das Wetter/ den aktuellen Spielstand beim Fußball oder sonst etwas zu informieren. Das ist ein No-Go!
Das ist doch privat oder?
Ein Essen ist auch immer eine gute Gelegenheit sich kennenzulernen, doch sollte die Privatsphäre, ob eigene oder die des Gegenübers, immer gewahrt werden. Es ist keine ganz leichte Gradwanderung, aber es hilft, sich am Gegenüber zu orientieren, also niemals mehr preisgeben und so oder so nur unverfängliche Themen behandeln.
Ein Glas Wein muss sein?
Mittags ist Alkohol nicht angebracht, schließlich muss noch weiter gearbeitet werden. Abends hingegen gehört ein Glas Wein zum Essen dazu. Wer partout nichts trinken will, darf es ruhig sein lassen. Wem bewusst ist, dass ihm der Alkohol schnell zu Kopf steigt, greift zur Weinschorle oder zum Radler, vor allem im Sommer ist das nur anzuraten. Angesäuselt beim Geschäftsessen zu sitzen geht definitiv gar nicht.
Der Gastgeber ist König
Ganz wichtig ist: Das letzte Wort hat der Gastgeber. Er gibt das Zeichen für das Ende des Geschäftsessens oder die verschiedenen Gänge. Doch bei der Platzwahl bekommen die Gäste die besten Plätze zugewiesen.
Aus die Maus
Nun bleibt noch die Frage: Was tun bei blöden Pannen? Als Verursacher von Rotweinflecken sollte auf jeden Fall angeboten werden, die Reinigung zu bezahlen. Ansonsten heißt es, Pannen immer mit Souveränität und Humor zu begegnen, zumindest wenn er angebracht ist. Peinliche Situationen sollten schnell beendet und Missgeschicke von anderen soweit es geht übergangen werden. Aber keine Panik: Missgeschicke sind menschlich und können, wenn sie souverän gemeistert werden, einen positiven Eindruck hinterlassen.
