Die Gestik ist entscheidend

Ob Mitarbeiter eine Rede halten sollen oder Bewerber zum Vorstellungsgespräch geladen werden, die Körperhaltung und die Gestik spielen in beiden Fällen eine wichtige Rolle. Oft wird die Gestik unbewusst durchgeführt, wie beim Spielen mit einem Kugelschreiber oder an den eigenen Fingern. Auch das ständige Greifen der Hände ins Gesicht, zum Beispiel an die Nase, ist oft eine unbewusste Handlung, die dem Gegenüber aber häufig Unsicherheit signalisiert.

Gestik im Vorstellungsgespräch

Mit Körpersprache Entscheidungen beeinflussen

Körpersprache sagt viel über einen Menschen aus

Im Vorstellungsgespräch wird die Gestik meist wenig berücksichtigt, da man sich hier oft nur gegenüber sitzt und miteinander spricht. Doch die Körperhaltung alleine verrät dem Gegenüber viel. Wer mit hängenden Schultern da sitzt, der wird oft als traurig oder schüchtern eingestuft. Besser ist es, den Kopf erhoben zu haben und eine gerade, aufrechte Körperhaltung einzunehmen. Das zeugt von Selbstsicherheit und bringt einige Sympathiepunkte.

Ebenfalls ist es wichtig, dass Körpersignale soweit wie möglich kontrolliert werden. So sollte schon beim Händedruck darauf geachtet werden, dass dieser weder zu lasch, noch zu kräftig ausfällt.

Gestik bei Reden und Präsentationen

Anders verhält es sich mit der Gestik bei Reden und Präsentationen. Hier kann sie bei falschem Einsatz zu einem absoluten Reinfall führen, bei richtigem Einsatz jedoch die Zuhörer begeistern und sie mitreißen. Bei der Gestik sollte vor allem darauf geachtet werden, dass Hände und Arme oberhalb der Gürtellinie, idealerweise auf Brusthöhe eingesetzt werden. Wildes Herumfuchteln mit den Armen ist allerdings kontraproduktiv.

Gesten, die im Bereich der Gürtellinie oder darunter stattfinden, zeugen von Unsicherheit oder Arroganz, sie werden bei den Zuhörern keinen guten Eindruck hinterlassen. Schlaff herabhängende Arme sind oft ein Mittel, um bloß nichts falsch zu machen. Dies ist aber fatal, da die gesamte Präsentation dann langweilig wirkt. Dabei kann man die Finger zum Untermauern von Aufzählungen nutzen oder mit der geballten Faust seine kämpferische Aussage unterstreichen.

Gesten im Zusammenhang mit der Körperhaltung deuten

Trotzdem Gesten in vielen Bereichen eine eindeutige und klare Sprache sprechen, in ebenso vielen Bereichen können sie mehrdeutig sein. Deshalb ist die Gestik alleine nie ausreichend, um sein Gegenüber zu beurteilen. Die gesamte Körperhaltung und auch die oft unbewusst ausgesendeten Körpersignale sollten mit berücksichtigt werden, bevor man sich eine Meinung bildet.

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