In der Berufs- und Arbeitswelt ändern sich die Prioritäten mit dem gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandel. Alte Berufe verschwinden, werden zusammengefasst und erweitert, andere Berufssparten werden neu geschaffen und treten in den Vordergrund. Gute Chancen bei der Gehaltsverhandlung haben vor allem Arbeitnehmer in neuen Topbranchen- und Berufen, beispielsweise Ingenieure.
Gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderungen tragen auch zu einem Wandel der deutschen Wirtschaftsstruktur bei und neue Branchen treten in den Vordergrund, die wenige Jahre zuvor vielleicht noch niemand kannte. So konnte sich vor 100 Jahren noch niemand vorstellen, dass die Automobilindustrie die Fortbewegung revolutionieren – zumindest dachten dies die Kutscher, die davon ausgingen, dass es dafür nicht genug Chauffeure geben würde. Die Internetbranche war von 20 Jahren noch nicht einmal existent.Aktuelle wandelt sich Deutschland immer mehr zur Wissens- und Dienstleistungsgesellschaft, der demografische Wandel und die demnach langsam alternde Bevölkerung in Deutschland tragen zu dieser wirtschaftlichen Entwicklung bei. Auch das Zusammenwachsen Europas und die voranschreitende Arbeitsteilung innerhalb der EU ebnen den Weg für neue Berufe, die sich weniger auf die Produktion von Gütern spezialisiert haben, sondern auf Wissensgenerierung, Güterverbreitung und gesellschaftliche Belange.
Die neuen Topbranchen, in denen in den nächsten Jahren Fachkräfte immer gefragter werden – und in manchen Branchen schon heute zu knapp sind – bewegen sich in diesem Bereich. Das gilt vor allem für Ingenieure und Fachkräfte in der Logistik, allerdings auch für Berufe im Gesundheitswesen und im Bildungs- und Weiterbildungssektor. Wer Spaß an seinem Beruf hat und immer auf dem Laufenden bleibt, was neue Technik und Forschungserbnisse anbelangt, hat in diesen Wirtschaftszweigen gute Karriere- und Aufstiegschancen.
Gehalt: Gute Aussichten für Ingenieure und Co.
Gut ausgebildete Fachkräfte im Gesundheitswesen werden umso wichtiger, umso älter die Bevölkerung wird. Krankenpfleger und private Pflegekräfte in Wohn- und Betreuungskonzepten werden dringend gebraucht. Das Gehalt eines Krankenpflegers beläuft sich derzeit zwischen 1.100 und 2.300 Euro netto monatlich und richtet sich nach Alter, Ausbildung und Familienstand. Zu den Topverdienern im Gesundheitswesen zählen Ärzte, sie haben ein durchschnittliches Jahresgehalt von knapp 76.000 Euro.
In den nächsten Jahren werden viele Lehrer ins Rentenalter kommen, wodurch die Nachfrage an Lehrkräften extrem ansteigt. Auch außerhalb des Schulwesens werden Lehrkräfte benötigt, da in der Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft ein lebenslanges Lernen unverzichtbar ist. Das Gehalt richtet sich je nach Schulart, Bundesland und danach ob der Lehrer verbeamtet wird oder nicht. Das untere Einstiegsgehalt liegt bei durchschnittlich 3.000 Euro monatlich.
Die Logistikbranche wird in der zusammenwachsenden Welt immer wichtiger. Güter, von Waren bis zu Informationen und Personen, müssen von einem Ort zu anderen transportiert werden, was einiges an Organisation und Planung erfordert. Die Vergütung kann auch in dieser Branche stark variieren, ein „Supply-Chain-Manager“ verdient beispielsweise zwischen 35.000 und 40.000 Euro brutto.
Topchancen als Ingenieur
Ingenieure werden in den verschiedensten Sparten schon jetzt dringend gesucht. In den großen Firmen gibt es viele unbesetzte Stellen, für die es an ausgebildeten Fachkräften fehlt. In den nächsten zwei Jahrzehnten wird sich der Mangel noch verschärfen, da viele Ingenieure in den Ruhestand gehen werden. Auf dem Jobmarkt besonders gefragt sind Ingenieure im exportorientierten Fahrzeugzeug- und Maschinenbau, da hier technologische Neuerungen immer weiter voranschreiten. Ingenieure, die sich damit auseinandersetzen wie Elektroautos für die breite Masse zugänglich und praktikabel oder wie erneuerbare Energien effizient gespeichert und erzeugt werden können sind sehr gefragt. Es müssen neue Techniken entwickelt und Materialien verbessert werden, außerdem besteht auch ein recht großer Bedarf an Beratern und Gutachtern, die über das Fachwissen eines Ingenieurs verfügen. Grundlegend für die Ausbildung ist ein Studium der Ingenieurswissenschaften, danach können verschiedene Spezialisierungen, wie zum Beispiel im Fahrzeugbau erfolgen. Das Einstiegsgehalt eines Ingenieurs liegt bei durchschnittlich 45.000 Euro und kann je nach Branche und spezifischer Ausrichtung deutlich höher, bei um die 70.000 Euro liegen.
